Zwei Drittel der getesteten Eier-Sorten fallen bei Öko-Test durch

Das Verbrauchermagazin nahm sich pünktlich zu Ostern 20 verschiedenen Eiersorten an. Das Ergebnis ist traurig: Nur vier aller getesteten Eier haben einen Platz im Osternest verdient.

Dieses Ostern solltest du dir vielleicht zweimal überlegen welche Eier in das Osternest kommen: „Öko-Test“ untersuchte 20 verschiedene Eiersorten aus Bio-, Freiland- und Bodenhaltung. Die Ergebnisse erschrecken: Das Verbrauchermagazin stufte nur vier der getesteten Produkte als „sehr gut“ oder „gut“ ein.

Discounter Eier enttäuschen

Die vier empfehlenswerten Eiersorten seien allesamt Bio-Produkte. Hingegen sind unter der Note „mangelhaft“ die Eier der Discounter Aldi Nord und Süd sowie Lidl zu finden. Der Hauptgrund für die schlechten Bewertungen: die Haltung der Tiere.

Küken auch 2019 noch geschreddert

Die Qualität der Eier sei in den meisten Fällen in Ordnung, jedoch sei die Tierhaltung auch 2019 noch zu bemängeln: Männliche Küken würden oftmals direkt nach ihrer Geburt geschreddert werden. Dieses Leid sei bei zwei Drittel der getesteten Eier-Betriebe der Fall – sowohl bei Bio als auch konventionellen Eiern. „Öko-Test“ könne alle Betriebe, die für ihren Profit töten, nicht als „empfehlenswert“ einstufen.

Gefährlicher Inhaltsstoff

An der Qualität der getesteten Eiersorten sei nichts auszusetzen – mit einer Ausnahme: die GutBio 6 frische Bio-Eier von Aldi Nord fielen im Test durch, da sie den gesetzlichen Grundwert für Dioxine zu mehr als 50 Prozent überschreiten würden. Dieser Stoff sei vor allem für stillende Mütter und Kinder gefährlich. Außerdem seien zwischen der Einnahme von bestimmten Dioxin-Verbindungen und einer eingeschränkten Fortpflanzung Zusammenhänge erwiesen.

Weitere Kritikpunkte

Die Platzvorgabe für Bio-Eier liege bei sechs Hennen pro Quadratmeter – das sei bei keinem konventionellen Hersteller Realität. Zwar seien mehr Tiere auf einem Quadratmeter erlaubt, jedoch hätten Studien ergeben, dass sich der mangelnde Platz auf das natürliche Verhalten der Hennen auswirke.

Außerdem kritisiert „Öko-Test“ die Hälfte der getesteten Anbieter dafür, dass sie ihre Produktionskette nicht lückenlos aufweisen würden. Auch die Nahrung der Tiere sei kritisch: Statt einer ausgewogenen Fütterung erhielten die Tiere meist nur Mehl.

„Öko-Test“ empfiehlt Verbrauchern nur Eier, die mit „Bruderhahn Initiative“ gekennzeichnet sind, zu kaufen. So könntest du dich für das Tierwohl einsetzen.


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